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Infoveranstaltung – Kinderbetreuung als Nebenjob: 10.06.2020

FAQs MoKiS Aktuell

 

Liebe Betreuungspersonen,
uns erreichten einige Anfragen aufgrund der besonderen Situation. Wir haben in den folgenden FAQs versucht, alle Fragen, soweit es uns nach den aktuellen Informationen möglich ist, zu beantworten. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um rechtsverbindliche Aussagen, sondern lediglich um Handlungsempfehlungen handelt. Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, können Sie uns auch weiterhin telefonisch und per E-Mail erreichen.

Alle neuen Informationen, die wir vom Senat, vom Gesundheitsamt und anderen öffentlichen Stellen erhalten, werden wir an dieser Stelle veröffentlichen.

 

1. Darf ich in der aktuellen Situation noch in meiner Familie betreuen?

Alle Kitas, Schulen und auch Kindertagespflegestellen sind geschlossen und betreuen nur Kinder in Notbetreuung, dies gilt auch für ergänzende Kindertagespflege. Kinder dürfen also nur dann betreut werden, wenn Notbetreuung notwendig ist. Nach aktuellem Stand und Information der Senatsverwaltung läuft die ergänzende Kindertagesbetreuung dann weiter, wenn es sich um Alleinerzihende handelt, mindestens ein Elternteil in einem sogenannten systemrelevanten Beruf tätig ist, aufgrund der Arbeitszeiten die Betreuung nicht selbst übernehmen kann und auch keine andere Möglichkeit der häuslichen Betreuung gegeben ist. Wie gehabt, muss es sich um Betreuung in den Randzeiten handelt. Welche Berufsgruppen zu den sogenannten systemrelevanten Berufen gehören, können Sie auf der Seite der Senatsverwaltung nachschauen: https://www.berlin.de/sen/bjf/coronavirus/aktuelles/notbetreuung/

Betreuung zu anderen Tageszeiten gelten nicht als Arbeitszeit und können von den Eltern nur privat finanziert werden. Diese Betreuungszeiten werden finanziell nicht durch die Jugendämter übernommen. Falls Sie unsicher sind, ob dies in Ihrem Fall zutrifft, wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Jugendamt: https://www.berlin.de/sen/jugend/familie-und-kinder/kindertagesbetreuung/kindertagespflege/

2. In meiner Betreuungsfamilie besteht aktuell kein ergänzender Betreuungsbedarf. Was heißt das für mich und was kann ich tun?

Sollten Sie aktuell keine Notfallkinder betreuen, aber prinzipiell bereit sein, andere Familien zu unterstützen, melden Sie sich bitte bei Ihrem Jugendamt und bieten Sie Ihre Hilfe an. Es ist zu erwarten, dass in der Notbetreuung langfristig Unterstützung nötig sein wird. Die Jugendämter schauen dann im Einzelfall, wie Sie eingesetzt werden können.
Ihre laufenden Verträge bleiben bestehen und müssen nicht gekündigt werden. Sobald die Notbetreuung aufgehoben wird, können Sie dann wieder regulär mit der ergänzenden Betreuung in Ihren Familien fortfahren.

3. Wird das Entgelt fortgezahlt, auch wenn ich gerade nicht betreuen kann?

Es gibt dazu noch keine abschließende Erklärung seitens der Senatsverwaltung. In der Regel haben Betreuungspersonen in der ergänzenden Kindertagespflege keinen rechtlichen Anspruch auf Entgeltfortzahlung in Ausfallzeiten. Einige Jugendämter haben bereits postalisch Informationen versandt, dass seit 18.03.2020 nur die Notbetreuung, auch in der ergänzenden Kindertagespflege, vergütet wird. Vorerst wurden die Entgelte für den Monat April jedoch angewiesen. Ob es Rückforderungen geben wird und in welcher Höhe, ist bisher nicht bekannt. Als Tipp legen Sie evtl. das Geld für April zurück, für den Fall, dass es zu Rückforderungen kommt. Auch zu den möglichen Ansprüchen auf finanzielle Unterstützung von Solo-Selbstständigen können wir zurzeit noch keine Aussage machen. Sobald uns neue Informationen vorliegen, informieren wir Sie an dieser Stelle.

4. Was muss ich bei der Betreuung beachten?

Bitte beachten Sie sorgfältig die Hygienemaßnahmen, im Besonderen das Einhalten der Husten- und Niesetikette sowie die Händehygiene. Verbringen Sie die Betreuungszeit mit dem Kind in der Wohnung bzw. achten Sie darauf, dass das Kind, ebenso wie Sie, den Sicherheitsabstand von 1,5 – 2m zu anderen Personen einhält.
Sollten Sie sich krank fühlen und insbesondere grippeähnliche Symptome aufweisen, informieren Sie bitte das zuständige Jugendamt, das Gesundheitsamt und die Familie und sehen Sie unter diesem Umstand von der weiteren Betreuung ab.

5. Darf ich mit den Kindern rausgehen?

Es gelten die aktuell gesetzlichen Bestimmungen: die Betreuungsperson darf mit Ihrem Kind zum Spaziergang ins Freie gehen. Auch auf eine Bank oder die Wiese darf man sich setzen (mit Mindestabständen). Das Zusammentreffen mit größeren und/oder wechselnden Gruppen an Kindern soll bitte unterlassen werden. Bitte beachten Sie den Sicherheitsabstand von 1,5 – 2m zu anderen Personen. Die Spielplätze werden ab dem 30.4.20 schrittweise in ganz Berlin wieder öffnen. Auch pädagogisch begleitete Außenaktivitäten von Kleingruppen im Bereich der ergänzenden Kindertagesbetreuung sind ab Montag dem 27. April von der Kontaktbeschränkung ausgenommen und somit erlaubt.

6. Kann ich mich bei den Familien anstecken?

Die Betreuung erfolgt, wie bei allen anderen Sozialkontakten auch, auf eigenes Risiko. Soweit bisher bekannt ist, wird das Corona Virus über Tröpfcheninfektion übertragen, so dass bei Einhalten der o.g. Hygienemaßnahmen die Ansteckungsgefahr verringert werden kann.

7. Sollte ich weiterhin betreuen, wenn ich oder meine Angehörigen zur Risikogruppe gehören?

Auch in diesem Fall erfolgt die Betreuung auf eigenes Risiko. Die Entscheidung, ob und in welchem Rahmen Sie weiter betreuen, liegt in Ihrem Ermessen. Auch hier gilt, dass die Hygienemaßnahmen sorgfältig eingehalten und durchgeführt werden sollten und Sozialkontakte außerhalb des eigenen Haushalts bzw. des Haushalts der Familie weitestgehend eingeschränkt werden sollten. Sollten Sie sich entschließen, die Betreuung unter diesen Umständen auszusetzen, informieren Sie darüber bitte die Familien und das zuständige Jugendamt.

8. Bekommen die Eltern eine Ersatzbetreuung, wenn ich ausfalle?

Anders als in der Kindertagespflege, gab es bisher keine Vertretungsmöglichkeit bei Ausfall der ergänzenden Kindertagespflege und die Eltern mussten dies selbstständig organisieren. Da aktuell viele Betreuungspersonen nicht in Ihren Familien betreuen, wird alles daran gesetzt, dass für Eltern in systemrelevanten Berufen eine Ersatzbetreuung gefunden wird. Auch für diesen Fall bitten wir Sie bzw. die betreffenden Familien, sich an das zuständige Jugendamt zu wenden und nachzufragen.

9. Wird die Entgelterhöhung für ergänzende Betreuungspersonen trotz der Corona-Krise rückwirkend zum 01.01.2020 bezahlt werden?

Über die Entgelterhöhung haben wir noch keine neuen Informationen erhalten und können daher zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage dazu treffen. Sobald der Senat neue Informationen bekannt gibt, werden Sie umgehend informiert.


Wir danken Ihnen für Ihr Engagement, besonders in diesen Tagen, und wünschen Ihnen alles Gute. Bleiben Sie gesund!

 

Infoveranstaltung
Betreuungsperson werden
Mi, 10.06.2020, 18:00 - 19:30 Uhr
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